Allgemein Piratengedanken

Impfgegner – wir müssen reden!

Corona Fälle im Wetteraukreis 05.01.2022
Corona Fälle im Wetteraukreis 05.01.2022

Liebe Leser dieses Beitrages.

Die Piratenpartei hat einen Slogan ‚Denk selbst‘, der beinhaltet, dass wir die Menschen auffordern sich selbst eine Meinung zu bilden, oder eine Entscheidungsgrundlage zu ermöglichen. Wir wollen niemanden bevormunden.

Corona entwickelt sich zu einer langwierigen Sache und die Frage Impfung oder nicht betrifft jeden von uns. Da diese Entscheidung tatsächlich lebensentscheidend sein kann, sollte man sich zumindest aufgrund fundierter Fakten für den einen oder anderen Weg entscheiden. Sie werden folglich von mir an keiner Stelle des Artikels aufgefordert werden sich impfen zu lassen. Ich schreibe diesen Artikel, weil kürzlich die von mir seht geschätzte Virologin Melanie Brinkmann geäußert hat, es gäbe noch zu wenig Aufklärung. Allerdings will ich auch politische Themen hier anreißen. Der andere Grund ist, dass eine Facebook Bekannte (geimpft übrigens), sich darüber aufgeregt hat, dass man den Ungeimpften jetzt alles in die Schuhe schieben würde, der Kollaps des Gesundheitswesens etc.

Schauen wir also mal auf die Fakten.

Die Historie der Impfungen ist (vor allem gegen die Pocken) ist schon ziemlich lange möglich, verwendet wurden damals Lebendimpfungen mit den Kuhpockenviren, die den ganzen Impfstoffen auch den Namen gaben nämlich Vakzine, abgeleitet vom lateinischen Wort Vacca, die Kuh. Mit diesen Lebendimpfstoffen ging einher, dass man sich mit den Pocken ansteckte, aber der harmloseren Variante, den Kuhpocken. Bedingt durch die Lebendviren nahmen einige Impfungen einen tödlichen Verlauf, die allermeisten Geimpften konnten aber die Pockenwellen gut überstehen. Erste Impfpflicht auf Deutschem Boden wurde bereits unter Napoleon 1801 eingeführt, in Bayern galt sie ab 1812. 1874 wurde in Deutschland die allgemeine Impfpflicht gegen Pocken von Bismarck eingeführt, die erst 1976 abgeschafft wurde. Die Pocken sind seitdem weltweit nicht mehr in Erscheinung getreten.

Die heutigen Impfstoffe sind allesamt keine Lebendviren mehr sondern sogenannte Totimpfstoffe, Vektorimpfstoffe oder seit Corona mRNA Impfstoffe. An letzteren wird seit ca 20 Jahren geforscht um Krebsleiden zu bekämpfen. Da es aber wohl bei diesen Impfstoffen relativ egal ist, was im Körper bekämpft werden soll konnte Biontech diese Technik nutzen um hochwirksame Impfstoffe in kurzer Zeit zu entwickeln und in großen Mengen zu produzieren. (Daher leitet sich vermutlich auch der Firmenname ab Biologie and Technology Bio’n‘-Tech)

Die von den Impfgegnern hervorgebrachten Argumente man wüsste über diese Vakzine nicht Bescheid und die Impflinge seien Versuchskaninchen sind einfach nur falsch. Impfstoffe werden immer den gerade zirkulierenden Krankheiten angepasst. Jedes Jahr gibt es besonders bei der Grippe neue Impfstoffe, die den Krankheiten angepasst sind. Das ist für die Industrie Tagesgeschäft. Sämtliche Medikamente unterliegen einer strikten Zulassungskontrolle. Kein Wirkstoff kommt ohne intensive Tests auf den Markt. Die Zulassungsbehörden sind unabhängig von der Politik, sei es auf deutscher oder europäischer Ebene. Nach nunmehr 150 Mio erfolgter Impfungen mit den Impfstoffen gehören diese zu den am besten untersuchten und bekannten Medikamenten überhaupt. Sämtliche Risiken und Nebenwirkungen liegen auf dem Tisch. Die mRNA Wirkstoffe haben sich als besonders robust erwiesen mit sehr hohem Schutz von 90%+, im Gegensatz dazu sind die jetzt erst erscheinenden Totimpfstoffe mit etwas 70% Schutzniveau und unangenehmeren Nebenwirkungen geradezu wirkungslos.

‚Wir werden uns hinterher viel zu verzeihen haben‘

– so der damalige Gesundheitsminister Spahn, ein Satz voller Weisheit (hätte ich ihm ehrlich gesagt nie zugetraut.)

Besonders zu Beginn der Pandemie gab es keinen abgestimmten Plan und keine Strategie. Das von den Politikern dargebotene Schauspiel erschien fragwürdig und planlos. Aber im Hinblick auf die Maßnahmen muss man sagen hat sich die Politik bemüht, die Pläne den Empfehlungen der Experten anzupassen. Die Experten selbst mussten Ihre Thesen aber auch immer wieder auf den Prüfstand stellen und anpassen. Wissenschaftliches Handeln funktioniert nunmal so. Ein Wissenschaftler formuliert eine These und alle anderen versuchen diese These zu widerlegen. In einer Pandemie wurden daher einige Thesen umgeworfen und die Politik hat darauf reagiert. Im ersten Jahr (2020) gab es keine Impfstoffe und so lag der Fokus vor allem auf der Isolation der Leute voneinander. In einer Pandemie mit exponentiellem Wachstum so ziemlich das einzige was man machen kann. Der kleinste Exponent ist die 2. sprich eine Verdoppelung der Zahlen in jeder Periode. Nehmen wir mal eine Verdoppelung der Zahlen in einer Wochen, beginnt alles ganz harmlos. 1 – 2 – 4 – 8 -16, klingt erstmal überschaubar, die nächsten 5 Wochen sind dann 32 – 64 -128 -256 und 512. Danach wird es aber rasant 1024-2048-4096-8192-16384 das wären dann die Neuansteckungen in den ersten 15 Wochen weiter geht es mit 32768 – 65536 – 131072 – 262144 – 524288. Nach 20 Wochen würden sich also mehr als eine halbe Million Menschen anstecken innerhalb einer Woche. Unrealistisch? Nein, Anfang Dezember hatten wir täglich mehr als 70000 Neuansteckungen täglich, also ca 1.000.000 Erkrankter in 2 Wochen, also 2.000.000 auf den Monat gerechnet. Durch die eingeleiteten Maßnahmen konnten Ansteckungsraten wie in Italien und den USA vermieden werden, Deutschland kam glimpflich durch diese Phase der Pandemie. Ziel der Politik war und ist es die Herdenimmunität zu erreichen. Was ist das?

Einfach formuliert Herdenimmunität 100% = Summe(Infizierte + Geimpfte) Der Weg dahin funktioniert über Durchseuchung, bedeutet jeder steckt sich an oder Impfung. Macht man also nichts steckt sich innerhalb kurzer Zeit jeder an. Hat man keinen Impfstoff, kann man also die Durchseuchung durch Isolation hinausziehen und lange Pandemiezeiten haben, aber eine Überlastung des Gesundheitssystems vermeiden, oder unkontrolliert die Durchseuchung zulassen, dann sterben viele, aber die Pandemie ist schnell vorbei.

Jeder Politiker, der noch alle Sinne beisammen hat wird die unkontrollierte Variante scheuen, wie der Teufel das Weihwasser, also lieber die kontrollierte Version.

Alle eingeleiteten Maßnahmen waren darauf ausgerichtet, die Ausbreitung zu kontrollieren, bis ein Impfstoff gefunden wurde.

Coronadiktatur

Die Impfgegner verwenden diesen Begriff gerne um die Maßnahmen anzugreifen. Sie fühlen sich in Ihren Freiheiten beschränkt. Stimmt das?

In Deutschland kann jeder seine Meinung kundtun, er kann die Coronamaßnahmen ablehnen und das auch äußern. Es gab auch kleinen harten Lockdown in D, in anderen Ländern wurden die Maßnahmen viel strenger umgesetzt. Der Fokus lag immer auf dem Schutz der Bürger und den angemessenen Maßnahmen um nicht in eine unkontrollierte Situation zu geraten. Alle Maßnahmen wurden vom Bundesverfassungsgericht als angemessen bewertetet. Selbst Demonstrationen wurden nicht verboten. Vielmehr wurde das Demonstrationsrecht als so hohes Gut bewertet, dass auch explizite Anticoronademos genehmigt wurden. Allerdings unter Auflagen: So müssen Masken getragen werden und Sicherheitsabstände eingehalten werden. Die Probleme sind also nicht die Einschränkungen (die es ja nicht gab), sondern bei den Demonstrationen die Nichteinhaltung der Auflagen. Auflagen sind allerdings bei allen Demonstrationen üblich. Jeder Veranstalter muss Ordnungskräfte stellen und gewisse Auflagen beachten das gilt für Sportveranstaltung und politische Demonstration gleichermaßen.

Auch in den sozialen Medien konnte und kann man sich frei äußern. Was (zurecht) verboten ist, sind Aufrufe zu Gewalt und Morddrohungen. Das hat aber nichts mit Corona zu tun, sondern mit dem Strafrecht, das da ziemlich klar ist.

Eine Diktatur ist bei uns ohnehin nicht erkennbar. Für alle Entscheidungen zieht die Regierung Fachleute und Institutionen zu Rate. Das RKI ist als oberste Instanz für Seuchenbekämpfung der fachliche Beistand, die für die Bewertung der Maßnahmen für die Bevölkerung gibt es die Ethikkommission, die nach eingehender Prüfung die Regierung in dieser Sache berät. Schließlich gibt es neben der Bundesregierung noch 16 Landesregierung, die die Lage für ihre Länder bewertet und Maßnahmen trifft, oder aussetzt. Leider führt das zu dem berühmten Flickenteppich der Maßnahmen und die wenig abgestimmt wirkenden Maßnahmen insgesamt.

Das Grundgesetz schließt Machtanhäufungen kategorisch aus. Keine Einzelperson kann über die Gesamtheit hinweg entscheiden und das ist auch gut so.

2G/2G+ und 3G

Werden Impfunwillige ausgegrenzt? Hm, schwer zu entscheiden. Unser Staat hat ein Interesse daran, gut durch die Pandemie zu kommen unser Gesundheitssystem ist am Anschlag und die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Ungeimpfte stellen also ein hohes Risiko dar. Sie werden daher am Zutritt für alle nicht lebensnotwendigen Geschäfte und kulturellen Veranstaltungen gehindert. Diese Einschränkungen erfolgen aber vor dem Hintergrund, dass der Staat allen Bürgern das Angebot macht sich kostenlos impfen zu lassen. Selbst Coronatests sind kostenlos, es wird also versucht auch Ungeimpften ein möglichst leben ohne Einschränkungen zu ermöglichen. Der Staat ist aber nicht die Regierung, sondern die Summe seiner Bürger. Die Politik ist Stellvertreter der Bürger und die deutliche Mehrheit der Bürger ist pro Impfung eingestellt. Neben dieser Tatsache haben aber Restaurants und Geschäfte das Hausrecht, sie könnten sich auch ohne Gesetz aussuchen, wen sie in ihre Geschäftsräume lassen und wen nicht.

Impfpflicht = Impfzwang

– auch diese These wird gerne verwendet, sie ist aber ebenfalls unrichtig.

Eine Impfpflicht bedeutet lediglich, dass es Pflicht wird sich impfen zu lassen. Wer das nicht tun will muss mit einer Strafe rechnen, ist aber frei in seiner Entscheidung Strafe oder Impfung. Dass das Gesundheitsamt unter Androhung von Gewalt Impfunwillige zur Impfung zwingt ist nicht zu erkennen.

Coronaursachen

Mittlerweile haben amerikanische Forscher die Ursache von Corona recht genau eingegrenzt. Entsprungen ist es dem Markt von Wuhan in China und ist eine Zoonose, also eine Krankheit, die von Tieren auf uns Menschen übertragen wird. Begünstigt wird das durch die vielen lebend dargebotenen Tiere auf den chinesischen Märkten, nicht umsonst fand hier auch die Vogelgrippe ihren Anfang. Zoonosen entstehen vor allem durch räumliche Enge und Vermischung von Lebensräumen von Mensch und Tier, die solche Entwicklungen begünstigen, es ist also zu erwarten, dass solche Zoonosen in Zukunft verstärkt die Welt heimsuchen.

Qui Bono

Um Corona ranken sich mittlerweile jede Menge Verschwörungstheorien, die aber einer genauen Betrachtung nicht standhalten sollten. Marcu Tullius Cicero, römischer Anwalt und Konsul prägte die noch immer aktuelle Frage ‚Qui Bono‘ (Zu wessen Gunsten). Wenn man also jemandem unterstellt etwas zum Nachteil der Bevölkerung zu unternehmen, sollte man sich fragen, wer davon profitiert.

Pharmaindustrie? Eher nicht. Impfstoffe werden seit Jahrzehnten gut vermarktet und erforscht, eine Pandemie zur Gewinnsteigerung ist eher problematisch. Überkapazitäten müssen aufgebaut werden, die hinterher nutzlos sind, die Produktion muss irrsinnig erweitert werden. Das sind eher Abtörner für die Pharmaindustrie.

China? Fällt auch weg. Corona kostet gigantische Summen, zumal China selbst absolut restriktiv alles kontrolliert, da geht niemand auch nur 200 Meter aus dem Haus ohne Kontrollen. Zudem wirkt ein Virus das unkontrolliert die Welt infiziert, gegen Freund und Feind gleichermaßen. Es hat Umsatz und Produktionseinbussen zur Folge und China lebt vom rasanten Wachstum. M.E. ein NoGo Kriterium für einen gezielten Einsatz von Corona als Biowaffe.

Regierung? Was hat eine Deutsche Regierung für Vorteile aus Corona? Hilfen und Krankenkosten müssen übernommen werden, Infrastrukturen zum Schutz der Bevölkerung müssen geplant und implementiert werden etc.

Ein Totalausfall als Sündenbock.

Die AFD? Könnte man annehmen, sie leugnet ja beharrlich die Pandemie obwohl auch ihre Politiker betroffen waren und sind. In Wählerstimmen hat sich das im Osten niedergeschlagen, allerdings sterben die Ungeimpften da besonders oft, wo die Impfbereitschaft am geringsten ist. Für die AFD wäre das ein Verlustgeschäft, denn ihre Klientel trifft es ja dann logischerweise am häufigsten.

‚Was ist das für eine Impfung, wo Geimpfte Angst vor Ungeimpften haben?‘

– so die Frage eines Demonstranten bei einem ‚Spaziergang‘. Nun jeder Impfstoff hat nur einen gewissen Prozentsatz an Schutz, den er bieten kann. Bei den modernen mRNA Impfstoffen liegt dieses Schutzniveau bei über 90%, bei den anderen zwischen 70% und 80%. Die Impfdurchbrüche kann es geben und es gibt sie auch, wenn die Inzidenzen hoch sind. Es gibt keinen absoluten Schutz und so gefährden natürlich die Ungeimpften auch die Geimpften. Die Belegung der Intensivbetten mit mehr als 80% Ungeimpften zeigt aber, dass Corona vor allem auch Ungeimpfte trifft.

‚Impfung von Kindern ist Kindermord!‘

– auch dies ein Zitat eines Spaziergängers. Tatsächlich ist die Impfung von Kindern umstritten. Kinder benötigen eigentlich keine Impfung, so die herrschende Meinung, da ihr Immunsystem besser mit den Viren fertig wird und die Virenlast geringer ausfällt. Allerdings können Kinder an vulnerable Gruppen die Krankheit weitergeben. Kinder, die sich oft in Gesellschaft solcher Gruppen aufhalten sollten also zum Schutz der anderen geimpft werden. Das Risiko ist für die Kinder nicht höher als für Erwachsene, von Kindermord kann also keine Rede sein. Aber das Thema wird ja auch unter Experten öffentlich diskutiert und die Empfehlungen an die Politik weitergegeben.

zur Ausgangsfrage

‚Sind die Ungeimpften an allem Schuld?‘

Natürlich nicht! Unser Gesundheitssystem hat unter Ulla Schmidt einen Knacks bekommen, als es weitgehend privatisiert wurde und kostendeckend arbeiten musste. In einer Pandemie eine schlechte Voraussetzung. Was man den Ungeimpften aber anlasten muss ist die Überdehnung der Belastung, obwohl die Impfung die Last deutlich reduzieren würde. Die Einschränkungen der Freiheitsrechte ist also ein Ergebnis derer, die sich nicht impfen lassen und dadurch die Maßnahmen weiterhin nötig machen, sie sorgen also für einen Erhalt der Coronamaßnahmen.

Noch ein paar Anmerkungen.

Bei der Impfung handelt es sich um eine persönliche Entscheidung, die jeder für sich treffen muss. Um eine Entscheidung zu treffen sollte man also alle Fakten checken um zu einem Ergebnis zu gelangen.

Folgende Kriterien sind nicht geeignet um eine Pro oder Contraposition zu beziehen:

Hoffnung: Die Hoffnung sich nicht zu infizieren ist völlig unzureichend für eine Entscheidung. Niemand würde einen Lottoschein ausfüllen und anschließend kündigen, in der Hoffnung Millionär zu werden.

Glauben: ist das Gegenteil von Wissen. Was man glaubt ist unbewiesen der Inhalt des Glaubens ist dann nebensächlich, ob es eine religiöse Glaubensfrage ist, oder eine politische interessiert nicht.

Meinung: eine Meinung zu einem Thema kann man bilden, sie ist aber nicht verbindlich. Man kann der Meinung sein, die Pandemie wäre schlecht gemanaged worden, das kann man diskutieren, man kann auch der Meinung sein, impfen wäre unnötig, beides ein möglicher Ansatz. Aber die Meinung kann von der Realität sehr schnell eingeholt werden, nämlich wenn man dann trotz abweichender Meinung erkrankt.

Wissen: Wir wissen, dass es eine Pandemie gibt, wir wissen, dass man sich dagegen schützen kann und wir wissen, dass die Krankheit einen tödlichen Verlauf nehmen kann. Warum haben dann Wissenschaftler zu manchen Einzelheiten andere Meinungen? Weil jeder Wissenschaftler immer die Ergebnisse seiner Kollegen hinterfragt und dann widerlegt oder bestätigt, dass ist der wissenschaftliche Diskurs, der immer neuere und bessere Ergebnisse bringt. Die grundlegenden Erkenntnisse sind aber fundiert. Es gibt die Krankheit sie ist oft tödlich und man kann etwas dagegen tun.

Risikoabschätzung: Wir Menschen sind Weltmeister im Fehlinterpretieren von Risiken und Chancen. So hoffen und glauben mehrere Millionen Menschen auf einen Lottogewinn, die Wahrscheinlichkeit des Risikos beim Fensterputzen vom wackeligen Stuhl zu fallen wird aber gering eingestuft. Nur ist es so, dass Haushaltsunfälle bei den Unfallversicherern eine Spitzenposition einnehmen, die Anzahl Lottomillionäre aber sehr überschaubar ist. Ähnlich bei Corona. Die Wahrscheinlichkeit sich zu infizieren ist hoch im Vergleich zum Impfrisiko. Da sollten Sie bei einer Entscheidung in Betracht ziehen.

‚Es gibt keine Übersterblichkeit!‘ so eine gängige Meinung. Ist das relevant? Nein! Möglich, dass z.b. die Grippewelle ausgeblieben ist und dadurch weniger Menschen gestorben sind, oder weniger Verkehrstote, aber die 100.000 Menschen die an Corona gestorben sind hatten eher einen sehr, sehr schmerzhaften und unangenehmen Tod, sie mussten entsetzlich leiden. Allein um dieses Leid zu lindern lohnt sich das Impfen. Aber das ist nur meine Meinung.

Schlussbemerkung

Sollten Sie bis hierher gelesen haben würde es mich freuen, dann gestatten Sie mir hier noch ein Schlusswort. Wenn Sie nicht geimpft sind und dann doch erkranken, was ich ausdrücklich niemandem wünsche, werden nicht diejenigen an Ihrem Pflegebett stehen, die Ihre Meinung geprägt haben, sondern Menschen, die täglich ihre Gesundheit auf’s Spiel setzen um Leben zu retten. Diese Menschen werden schlecht bezahlt und leiden unter unerträglichen Arbeitsbedingungen, die Auswirkungen auf ihre psychische Gesundheit haben, auf ihre Familien und Angehörigen. Sie werden um Ihr Leben kämpfen, ob Sie geimpft sind oder nicht.

Soweit meine Meinung und jetzt ziehen sie Ihre Schlüsse und treffen Sie Ihre Entscheidungen.

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